KfW Gründungsmonitor 2010 veröffentlicht

Die Nordarkade an der Bockenheimer LandstraßeLaut dem jetzt veröffentlichten Gründungsmonitor 2010 der KfW sind im Jahr 2009, dem Jahr der Wirtschaftskrise, wieder gestiegen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass 2009 insg. rund 872.000 eine selbständige Tätigkeit aufgenommen haben, was 77.000 mehr als im Jahr 2008 sind. Dabei ist auch die Zahl dere gestiegen, die ihre Existenzgründung aus einem Vollerwerb heraus gestartet haben.

Dem Bericht zufolge klagten allerdings 23% Prozent der Gründer, die auf einen Finanzierungsbedarf angwiesen waren, über Schwierigkeiten der Gründungsfinanzierung. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise waren die Gründer von vornherein auch skeptischer was die externe Finazierbarkeit ihrer Gründungen betraf. 90 Prozent der Gründer haben für ihren Schritt in die Selbstständigkeit externe Beratungs- und Informationsquellen (persönliche Netzwerke, Banken und Kammern oder das Internet) genutzt.

Die sogenannte „Anfangssterblichkeit“ ist dabei allerdings weiterhin recht hoch. Ein gewichtiger Grund dafür ist der schon von Anfang der Gründung fehlende Mitteleinsatz. Viele Gründer verpassen es auch, in den ersten drei Jahren weiter in ihre Existenzgründung zu investieren und verlieren so schnell den Anschluss an die Mitbewerber. Hier sollten sich Gründer in Zukunft auch mal über Mikrofinanzierung, bzw. Mikrokredite informieren.

Abschliessend noch ein paar statistische Punkte des Berichts:

  • 69 % aller Gründungen waren Neugründungen, 18 % Beteiligungen und 13 % Unternehmensübernahmen.
  • 2009 wurden mehr Unternehmen mit Mitarbeitern gegründet – dabei entstanden ca. 517.000 Vollzeitstellen
  • 70 Prozent der Gründer waren auf Finanzmittel angewiesen
  • 75 Prozent der Gründer mit externem Finanzierungsbedarf bleiben innerhalb des Mikrobedarfs von bis zu 25.000 EUR, davon wiederum 60 % sogar im Bereich von unter 5.000 EUR.

Pressemitteilung „KfW-Gründungsmonitor 2010“

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